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Sichere Cloud-Prozesse statt „Gewitter“

5. Juli 2012

Experton-Analyst Axel Oppermann empfiehlt klare Schnittstellen und ein festes Regelwerk für den Cloud-Einsatz.
Die Cloud ist grundsätzlich ein Segen. Sie steht für Kosteneinsparungen verbunden mit geringem Anpassungs- und Integrationsaufwand. Im Detail entpuppen sich umfangreiche Cloud-Projekte aber schnell als richtige Business und IT-Transformationsprojekte. Und sind Unternehmen vielleicht auf technischer Seite noch auf diese Umwälzungen vorbereitet, so zeigt sich spätestens auf der prozessualen Ebene ein explizites Defizit. So verdeutlicht eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney: In nur 50 Prozent der Cloud-Initiativen sind die Fachbereiche von Unternehmen aktiv eingebunden.
Dieser Ansatz ist jedoch falsch, denn der Transformationsprozess muss im Unternehmen etabliert sein, damit aus der Cloud keine Gewitterwolke wird, weiß Axel Oppermann. „Es ist wichtig, eine klare Schnittstellendefinition und ein entsprechendes Prozess-Framework im Unternehmen zu verankern. Mit einem festen Regelwerk von der Planung bis zur Erfassung und hin zur Optimierung“, so der Senior Advisor der Experton Group AG.
Wer ist in die Cloud-Leistungserbringung involviert?
Diese intensive Integration der Cloud in die Prozesswelt der Unternehmen ist gleich aus zwei Gründen wichtig. Erstens: Sie entschärft potenzielle Konflikte. Die Analysten von Gartner verweisen zu Recht auf ein nahtloses Zusammenwirken von Governance, Risk-Management und Compliance (GRC), um innerhalb der Cloud auf eine verlässliche Art und Weise Vorschriften und Regeln einhalten zu können. Darüber hinaus fördert, zweitens, beispielsweise die von Analyst Oppermann angesprochene, detaillierte Erfassung die Transparenz in der Cloud. „Hier kommt es darauf an, dass der Cloud-Outsourcer seinem Kunden eine detaillierte Info geben kann, wer alles tatsächlich in die Leistungserbringung involviert ist“, sagt Axel Oppermann.
Business Intelligence verschafft Durchblick
Damit es darüber hinaus aber erst gar nicht zu technischen Engpässen kommt, hält der Analyst den Einsatz von Monitoring-Tools für wichtig. Heißt: Dashboards und andere Business Intelligence-Methoden (BI) sorgen mit ihren Informationen dafür, dass ein Unternehmen proaktiv handeln kann und nicht erst dann reagiert, wenn ein Cloud-Gewitter bereits auf den Kunden niedergeht. Allerdings gibt es für Unternehmen nach Meinung des Analysten keinen Grund, deshalb in Aktionismus zu verfallen. Oppermann: „Es kann nicht Aufgabe des Kunden sein, die Cloud-Supply-Chain im Detail zu überprüfen. Dafür muss der Dienstleister sorgen. Heißt: Er gewährleistet eine End-to-End-Beziehung ohne ‚schwarze Löcher‘ mit potenziellen Risikoschwachstellen.“ Jedoch müssen Kunden auf entsprechende Service Level Agreements achten und sich gegen Ausfälle absichern. „Das entspricht aber einer grundsätzlichen organisatorischen und kaufmännischen Sorgfaltspflicht“, so Oppermann.

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