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Zitat
„Um eine möglichst hohe Bandbreite von Teilnehmern zu generieren, entwickeln wir neue Systeme für eine skalierbare und nachhaltige Collaboration.“
Jane McGonigal, Trendforscherin
Trends
Wo treffen sich Unternehmen und Spielewelten – und welche Sprache sprechen die Spieler von Morgen?

Alternative (Ideen-)Managerin – Teil 2
Wer gut spielt, so argumentiert McGonigal, sorgt für bessere Unternehmenskultur, bessere Arbeitsplätze, bessere Produkte und Dienstleistungen – und dem in Zukunft knappsten aller Güter: mehr Zufriedenheit. “Firmen müssen umdenken, wenn es um Spiele geht“, fordert McGonigal, „denn Spiele sind keine Unterhaltung, um der Wirklichkeit zu entfliehen“. Im Gegenteil. „Wer Spiele wie Superstruct richtig einsetzt, kann Wissensarbeiter optimal in Innovationsprozesse einbinden. Ihre Prognose: “Im kommenden Jahrzehnt werden viele Unternehmen spielerisch ihre größten Durchbrüche erzielen!”
Team-Player in der Firma
Idealerweise sind Spiele für McGonigal nicht nur ein Abbild der Wirklichkeit. Sie sind die bessere Wirklichkeit. Deshalb empfiehlt sie bis hin zu Menschen an ihrem Arbeitsplatz: “Die Welt um uns herum sollte besser designt sein, so dass sie mehr wie ein Spiel funktioniert. Darin finden sich mehr und mehr Menschen bereits besser zurecht als in der so genannten Realität”. Die (Spiel-)Regel, der es dabei zu folgen gilt, ist für die Wahl-Kalifornierin, den Firmen-Alltag der Welt von Computerspielen anzupassen: In der Art und Weise, wie man von Aufgabe zu Aufgabe navigiert, Belohnungen einsammelt und mit Weggefährten zusammen arbeitet.
Sie nennt solche virtuellen Umgebungen, die CEOs als Anregung und Vorbild dienen sollten, auch heute noch “Alternate Reality Games”. Für die Firma „42 Entertainment“, die das Genre alternativer Spiele- Welten praktisch erfunden hat, war Jane McGonigal Lead-Designerin. Ein Alternate Reality Game besteht aus Fragen, Problemen, Rätseln, die sich per eMail, im Web, am Handy, zu Fuß oder im Büro lösen lassen. Ist ein Unternehmen der Spielleiter oder “Puppenspieler”, der die Fäden zieht und in regelmäßigen Abständen neue Hinweise gibt, kommen am Ende wertvolle Hinweise auf neue Produkte, neue Dienstleistungen oder geistiges Eigentum heraus. Die Erkenntnisse aus Superstruct etwa fließen in Marktprognosen ein, für die Unternehmen in der Regel teures Geld zahlen.
So hat das Pharma-Unternehmen Pfizer seit 2006 im Zuge eines Open Innovation Programms seine 11.000 Forscher an 150 Brainstorming-Spielen teilnehmen lassen. Ergebnis: Aus jeder Runde wurden bis zu 100 neue, potentiell verwertbare Ideen für Produkte und Prozesse generiert. Für Jane McGonigal, die das Wirtschaftsmagazin Business Week zu einer der „top-innovator to watch for 2009“ kürte, ein eindeutigerer Beweis: „Ein Spiel schlägt einfach jede Besprechung“.
So hat das Pharma-Unternehmen Pfizer seit 2006 im Zuge eines Open Innovation Programms seine 11.000 Forscher an 150 Brainstorming-Spielen teilnehmen lassen. Ergebnis: Aus jeder Runde wurden bis zu 100 neue, potentiell verwertbare Ideen für Produkte und Prozesse generiert. Für Jane McGonigal, die das Wirtschaftsmagazin Business Week zu einer der „top-innovator to watch for 2009“ kürte, ein eindeutigerer Beweis: „Ein Spiel schlägt einfach jede Besprechung“.

