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Sudoku für das Stromnetz

Konsumenten werden zu Produzenten, der Anteil erneuerbarer Energien steigt – die Steuerung des Energienetzes wird zur Denksportaufgabe. Smart Grids helfen auf die Sprünge.
Heute fließt immer mehr Strom dezentral aus Wind- und Solarparks, von Hausdächern oder aus Hausblockkraftwerken in die Netze. Windkraftanlagen bringen es in Deutschland inzwischen auf mehr als 25.000 Megawatt installierter Leistung. Dazu kommt der Strom aus Fotovoltaikanlagen. Laut einer aktuellen BITKOM-Umfrage denken fast 30 Prozent aller Bürger darüber nach, selbst Energie zu produzieren und ins Stromnetz einzuspeisen. Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) geht sogar davon aus, dass in 40 Jahren erneuerbare Energiequellen fast zwei Drittel des benötigten Stroms bereitstellen werden.
Mehr Strom als nötig
Über die tatsächlich produzierte Menge gibt es aber bislang keine Informationen in Echtzeit, da die dezentralen Erzeuger noch nicht mit den Energieversorgern in Verbindung stehen. „Die müssen aber möglichst in Echtzeit wissen, ob die aktuelle Stromproduktion zum Verbrauch passt, da beide Größen jederzeit genau ausgeglichen sein müssen“, erklärt Professor Dr.-Ing. Jochen Kreusel, Energietechnikexperte bei ABB. Es häufen sich dadurch bereits Situationen, dass zu viel Strom auf dem Markt ist. Bei der heutigen Betriebsweise, bei der der Verbrauch so hingenommen wird, wie er entsteht, müsste dieses Überangebot verfallen. Denn Strom lässt sich nicht lagern. Dadurch bleibt der Anteil regenerativer Energien ungewollt niedriger als er sein könnte.
Ein Netz aus schlauen Zählern
Intelligente Stromnetze – Smart Grids – sollen die Lösung bringen: Über elektronische Stromzähler, die Smart Meters, kommunizieren Kraftwerke, dezentrale Stromerzeuger und Verbraucher kontinuierlich miteinander. Werden die schlauen Zähler flächendeckend eingesetzt, entsteht ein Netz, in dem das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in Echtzeit ausbalanciert werden kann.
Der aktuelle gemessene Energieverbrauch wird per Mobilfunk oder über einen Festnetzanschluss an den jeweiligen Energieversorger gesendet oder in ein Internetportal eingespeist. Hier lesen die Verbraucher ihren eigenen aktuellen Energieverbrauch ab. Eine solche Smart-Metering Lösung als Kombination aus Informations- und Kommunikationstechnik setzt T-Systems bereits in der T-City Friedrichshafen ein. Erfahrungen aus Pilotprojekten zeigen, dass sich dadurch Stromfresser identifizieren lassen und die Nutzer bis zu 15 Prozent Strom sparen. So profitieren Umwelt, Wirtschaft und Endverbraucher von „smarter“ ICT.
Mehr zum Thema Smart Grid von T-Systems erfahren Sie in der neuen Ausgabe von Best Practice.

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