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„Ohne zuverlässiges Logistikmanagement am Boden läuft auch bei der satellitengestützten Navigation nichts.“
Ralf Nejedl, Managing Director T-Systems Belgien

Am Himmel kommt Bewegung auf

Zugegeben: Im Wettbewerb mit dem amerikanischen GPS und dem russischen GLONASS spielt für das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo auch Prestige eine Rolle. Vor allem aber sollen die kontinentale Wirtschaft und die Menschen der „alten Welt“ vom fünf Milliarden Euro teuren und damit wichtigsten und größten Hightech-Projekt Europas profitieren. Bereits für die ersten 20 Betriebsjahre Galileos kalkulieren Experten den volkswirtschaftlichen Nutzen kumulativ auf mehr als 90 Milliarden Euro. Am 21. Oktober starteten vom Weltraumzentrum in Französisch Guayana aus – an Bord einer russischen Sojus-Rakete – die ersten zwei Galileo-Satelliten ins All.
Navigation als Positionsbestimmung, Standortinformation und Richtungsempfehlungen mithilfe von Satelliten gelten als einer der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahrzehnte. Auch deshalb soll Galileo zuverlässige Infrastruktur für zivile und privatwirtschaftliche Zwecke eine Fülle innovativer Dienstleistungen möglich machen. Dafür wird die European Space Agency (ESA) in den kommenden drei Jahren zunächst 18 und ab 2020 insgesamt 30 Satelliten in 23.000 Kilometern Höhe die Erde umkreisen lassen.

Vom Rollstuhl bis zur Erntemaschine

Doch ob es um Rollstuhlfahrer oder Hubschrauber geht, um den Straßenverkehr oder die Steuerung von Erntemaschinen – „ohne zuverlässiges Logistik-Management am Boden läuft auch bei der satellitengestützten Navigation nichts“, erklärt Ralf Nejedl, bei der Telekom-Tochter T-Systems verantwortlich für das Galileo-Programm.
Aufgabe für T-Systems war es in einem ersten Schritt, die Systeme für das Logistik-Engineering und -Management zu planen und den Aufbau einer eigenen, europäischen Weltrauminfrastruktur für Satellitennavigation am Boden zu begleiten.

Senden und Empfangen

Neben den Kontrollzentren in Italien und Deutschland sollen weltweit u.a. bis zu 40 Satelliten- bzw. Signal-Kontrollstationen, zwei Performance-Center und neun Up-Link Stationen (ULS), 24 Stunden am Tag miteinander kommunizieren. Dafür müssen Experten von T-Systems die regelmäßige Erneuerung und Wartung der Infrastruktur bzw. der IT-Systeme mit Updates und Patches ebenso sicherstellen, wie die Versorgung mit Ersatzteilen wie Elektronik- und Softwaremodulen, Rechnern und neuer Empfangstechnik. Darüber hinaus sichert der deutsche ICT-Dienstleister die globale Infrastruktur Galileos mit einer „Rund-um-die-Uhr“-Überwachung, sowie Steuerung und Betrieb der TK-Infrastruktur in mehreren, getrennten Netzwerken. Zugleich ist T-Systems verantwortlich für die Abnahme und Sicherheitstests neuer Netzkomponenten und das Umsetzen von Redundanzkonzepten zur Erhöhung der Ausfallsicherheit.
Eine besondere Aufgabe ist der weltweiten Schutz der IT-Systeme vor Angriffen und Bedrohungen von außen, der von T-Systems mit unterstützt wird. Zu dem Zweck steht die Telekom-Tochter in ständigem Austausch mit anderen ICT Unternehmen und Spezialeinheiten des eigenen Konzerns, wie den Experten der Computer Emergency Response Teams (CERT).
Den vollständigen Beitrag finden Sie als PDF rechts unter Downloads oder in der Best Practice Printausgabe 4-2011.
Der Vertrag wird ausgeführt unter einem Programm von und finanziert durch die Europäische Union. Die in diesem Artikel enthaltenen Aussagen geben nicht die offizielle Meinung der Europäischen Union oder der Europäischen Weltraumorganisation wieder.